:: Artikel veröffentlichen :: Impressum :: Datenschutz ::

Alleinerziehung

„Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr...“ Wer kennt nicht dieses einschlägige Sprichwort, welches sicher nicht auf alle seienden und potentiellen Väter dieser welt zutreffen mag, aber sich bestimmt nicht ohne Grund so sehr etabliert hat in der Welt der Sprichwörtlichkeiten. Der Idealfall von Mama - Papa - Kind ist heutzutage eher auf dem absteigenden Ast, Alleinerziehung wird immer mehr zur Regel. Wir möchten an dieser Stelle nicht darüber urteilen, was besser oder schlechter für das Heranwachsen eines Kindes sein mag. Doch wir wollen auf einige Problematiken des Alltags hinweisen, wenn der Fall der Alleinerziehung einmal auf den männliche Part übergegangen ist.

Der Normalfall des alleinigen Sorge- bzw. Erziehungsrechts liegt ja immer noch auf Seiten der Mutter eines Kindes. Doch es gibt durchaus ein paar Gründe und Umstände, warum auch ein Papa zum „Solo Papa“ werden kann. Oder eben sogar werden muss. Angefangen bei einem der schlimmsten Szenarien, nämlich dem Tod der Mutter, über sozial bedingte Probleme im Familienverhalten der Mama bishin zu emotionalen oder wirtschaftlichen Gründen reicht die Palette der Begründungen. Man kann also durchaus zwischen freiwilliger und unfreiwilliger Alleinerziehung unterscheiden. Das Kind in jungen Jahren wird dies allerdings noch recht wenig interessieren. Es braucht vorallem eins: eine Bezugsperson, bei der es sich geborgen fühlen kann.

In vielen Fällen bedeutet die alleinige Betreuung eines Kindes einen erhöhten Stressfaktor, egal ob bei Mama oder Papa. Nicht alle Eltern sind den Bedingungen immer ausreichend gewachsen. Viele Dinge der bis heute immer noch üblichen und ausgeprägten Geschlechtertrennung müssen sich insgesamt auf eine Person allein übertragen. Das führt schon per se zu mitunter ganz einfachen Problemen, die aber eine große Wirkung haben können. Besonders bei traditionell noch vorherrschenden geschlechtsspezifischen Aufgaben wie Kochen, Berufstätigkeit oder handwerklichen Tätigkeiten wird von den Solo-Eltern ein nicht zu geringes Maß an Anpassung abverlangt. Wie schnell ist man zum Beispiel als Vater mit dem Einkaufen der richtigen Babynahrung bereits leicht überfordert.

Das Einkaufen ist wohl an sich für viele Solo-Papis ein großer Stolperstein. Mann hat sich in der Mehrzahl darauf verlassen, dass Frau ohnehin Spaß am Einkaufen hat und schon alles Nötige besorgt. Plötzlich steht Mann vor dem Problem, dass zum Beispiel die Sommerjacken des Sprösslings nicht für alle Jahreszeiten die passende Bekleidung sind. Und Winterjacken für sich selbst zu kaufen ist die eine Sache, aber etwas Passendes für ein Kind zu bekommen, manchmal eine ganz andere... Mama und Papa gleichzeitig zu sein, ist schon eine sehr anspruchsvolle Beschäftigung.